**Der Wald der Verwandlung: Episode 4**
**Die Schatten der Angst**
Dicht stand der Wald vor Felix, Clara und dem mutigen Drachen Fuego, während die Nebelschwaden über den Boden krochen und die Stimmen der drei Freunde verstummten. Hier, in den tiefsten Schatten des Waldes, wagten sie den nächsten Schritt. Ein kribbelndes Gefühl von Angst und Aufregung durchfuhr sie, als sie mehr und mehr in die Dunkelheit eindrangen.
„Was ist, wenn wir unseren Ängsten begegnen?“ murmelte Clara und schlang die Arme um sich. Felix spürte, wie das Unbehagen der Gruppenmitglieder in der kühlen Luft schwebte. „Wir sind zusammen“, erwiderte er und versuchte, seinen eigenen Schwankungen im Herzen mutig zu begegnen.
Plötzlich fiel das Licht und die Schatten um sie herum begannen zu pulsieren. Unheimliche Gestalten schlichen zwischen den Bäumen, ihre Formen scharf und verworren. Augen blinkten aus der Dunkelheit, und flüsternde Stimmen schnitzten die Klingen der Furcht in ihre Gedanken. Da schoss aus dem Nebel eine krächzende Stimme hervor: „Willkommen! Wer von euch hat wirklich keine Angst?“
Die Freunde schauten sich an, ihre Gesichter blass, doch eine tiefere Entschlossenheit blühte auf. „Wir sind hier, um die Schatten zu besiegen!“ rief Fuego, als sich eine der düsteren Gestalten rasch näherte. Es war ein Schattenwesen, das ihm exakt ähnelte – ein dunkler Drache mit funkelnden, leeren Augen.
„Du bist nichts ohne mich“, raunte das Schattenwesen. Felix starrte, als die Dunkelheit seinen Mut zu erdrücken drohte. „Das stimmt nicht!“, rief er plötzlich, seine Stimme zitterte, aber er hatte sie gefunden. „Fuego, du bist mehr als das!“
„Wir sind immer noch wir!“, fügte Clara hinzu und nahm Felix‘ Hand. „Komm mit! Lass uns gemeinsam die Dunkelheit überwinden!“
Ein leiser Funke der Hoffnung blitzte in Felix auf. Er streckte seine Hand aus und berührte mit einem mutigen Schritt den Schatten. In diesem Moment begannen die Schattenwesen um sie herum zu schrumpfen und ihre furchteinflößenden Gesichter lösten sich in ein angstvolles Flüstern auf. Schließlich berührte das Licht des Tages den Wald und die Schatten verflogen wie Nebel in der Sonne.
Ein Gefühl der Erleichterung überkam die Freunde, während die Dunkelheit hinter ihnen verblasste. Felix fühlte sich leicht wie eine Feder, die mit dem Wind tanzte. „Wir haben es geschafft!“, rief Clara. „Gemeinsam sind wir stärker!“
Fuego befreite ein dröhnendes Lachen, und fühlte sich selbstbewusster als je zuvor. Doch während sie glücklich über ihren Sieg lachten, hörten sie ein leises, aber drängendes Flüstern aus dem Dickicht hinter sich: „Das war erst der Anfang…“
Mit zittrigen Händen und einem Herzen voller neuer Kraft blickten sie in die bevorstehenden Schatten, bereit für die nächste Herausforderung.